Doppel-Einfamilienhaus, Malters

MARMOtherm Ceramo

Ausgangslage 

In Malters LU steht ein neues, luxuriöses Doppeleinfamilienhaus. Der grosszügige Blick nach Süden, auf den Luzerner Hausberg und die Innerschweizer Alpen, ist nicht alltäglich. Auch das elegante Natursteinkleid nicht, das sich um jede Ecke, jeden Vorsprung, ja sogar an Untersichten schmiegt. Besonderes Augenmerk verdient deshalb die Leistung von Fassadenbauer und Plattenleger, die sich auf die grosse Erfahrung von Saint-Gobain Weber und ihre Fassadensysteme verlassen konnten. Es ist im Grunde genommen ein Generationenhaus, hier die Eltern, dort der Sohn. Gemeinschaftliche und private Bereiche, Individualität und Ganzheit sind sorgfältig ausgewogen, die oben gelegenen Wohnzonen durch Sichtkontakt verbunden. Die optimale Einbettung der Überbauung in die Natur war für Planerin wie Bauherrschaft wichtig, ebenso die Langlebigkeit der Fassadenbekleidung. Die Wahl von Naturstein für die Aussenhaut war eine naheliegende. Es sollte ein warmtoniger Stein sein, der mit dem gegenüberliegenden Pilatusmassiv harmoniert und das Gebäudeensemble im Landschaftsbild zurücknimmt. «Pietra Piasentina» ist für diese Aufgabe bestens geeignet. Der braungraue Kalkstein aus Italien strahlt durch seine fein geaderte Struktur Natürlichkeit und Eleganz aus. In Malters wechseln sich zwei Plattentypen ab: grössere, gebürstete Formate mit einer Länge bis 70 cm und einer Breite von 30 cm (658 m2) sowie kleinere, bruchrohe Riemchen in verschiedene Grössen bis maximal 60 x 15 cm (122 m2).

Umsetzung

Bald war für die ausführenden Unternehmen auch klar: Die Dämmung (auch die Vermeidung von Kältebrücken), die Fassadenkonstruktion wie auch die Plattenlegerarbeiten hatten es in sich. Die komplexe Abwicklung der Gebäudehülle, wie auch die zahlreichen Übergangs- und Anschlussdetails, stellten die Spezialisten vor einige Herausforderungen. Weil viele davon gut sichtbar sind und wesentlich zum Charakter des Projekts beitragen, war höchste Präzision gefordert, angefangen beim Zuschnitt der Platten, über die wohlüberlegte Flächeneinteilung bis hin zur millimetergenauen Montage. Diese zeigt sich beispielsweise in den «Kreditkartenfugen», wie die unverspachtelten 2-mm-Schattenfugen zwischen jeder einzelnen Platte im Branchenjargon auch genannt Ausgangslage und Umsetzungwerden. Ebenso knifflig war das Arbeiten über Kopf bei den Untersichten, wiegen die grössten hier verbauten Platten doch immerhin 4,6 kg. Anschlüsse an Tür- und Fensterzargen sowie im Sockelbereich sind weitere Aspekte, die den Schwierigkeitsgrad der Fassaden über das sonst übliche Niveau anheben. 

Das System darunter 

Bisher war mehrheitlich vom sichtbaren Teil der Fassade die Rede. Was darunter liegt, ist jedoch ebenso entscheidend für ihre Performance und Langlebigkeit. Mit dem Kompaktfassadensystem MARMOtherm Ceramo haben sich Architektin und Ausführende für ein über Jahre perfektioniertes und vielfach bewährtes Produkt entschieden. «Wir kennen das System schon lange und wussten, dass es die hohen Anforderungen in Malters erfüllen kann», sagt Janine Stieme, Mitinhaberin der Limacher Architekten AG. Mit der Kompaktfassade liessen sich die vielen Versätze und Verwinkelungen sauber umsetzen. Als Dämmmaterial kam die MW-Eco 034 zum Einsatz, eine Glasfaserplatte mit einem deklarierten Lambda-Wert von 0.034 bis 0.035 W/mK. Sie übernimmt nicht nur Wärmedämm-, sondern auch Schallschutz- und vorbeugende Brandschutzfunktionen (RF1). MW-Eco besteht zu über 80 % aus Recyclingglas, ist selber wieder zu 100 % rezyklierbar und wird mit Strom aus Wasserkraft hergestellt. In Kombination mit ihrem leichten Gewicht von nur 60 kg/m3 erreicht sie hervorragende Ökologiewerte.

Fazit 

Das Wohnhaus in Malters ist ein gutes Beispiel für eine komplexe, nicht alltägliche Anwendung eines Fassadensystems, ohne auf Sonderlösungen ausweichen zu müssen. MARMOtherm, wie auch die anderen Systeme aus dem MARMORAN-Sortiment, sind durchdachte Komplettlösungen, die ganz mit Standardkomponenten auskommen. Voraussetzung ist die fachgerechte und sorgfältige Verarbeitung. Fassadenbau- wie Plattenlegerunternehmen haben die Voraussetzung erfüllt und mitunter dafür gesorgt, dass dieses Haus seiner Bestimmung gerecht wird und noch weitere Generationen überdauern wird.

Auf einen Blick

ObjektDoppel-Einfamilienhaus, Malters
Baujahr2022
Fassadenfläche780 m2
BauherrschaftPrivat
ArchitektLimacher Architekten AG, Malters
FassadenbauerHuwyler Studer AG, Luzern
 
PlattenlegerKammermann GmbH, Luzern
Verwendete SystemeMARMOtherm Ceramo
FotosBeni Basler, Aarau
AutorAndreas Stettler

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