Lindenpark, Steinhausen

Jedes Ende ist auch ein Anfang. Das traditionsreiche Hotel Restaurant Linde wurde zwar rückgebaut; die schützenswerten Teile der Bestandsbauten blieben jedoch bestehen und wurden renoviert. Der Gastgeber ist auch Eigentümer der beiden Parzellen mitten im Zentrum von Steinhausen und Bauherr des «Lindenparks». Dieser umfasst fünf Mehrfamilienhäuser mit 1.5.- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen, die sorgfältig in die bestehenden verdichteten Bauzonen gesetzt sind. Die Architektinnen und Architekten reagierten nicht nur mit abgewinkelten Baukörpern und abgestuften Gebäudehöhen auf die gebaute Umgebung, sondern auch mit einer feingliedrigen Klinkerfassade.

Umsetzung

Die fünf Gebäude sind mit einer einheitlichen, geklebten Klinkerfassade verkleidet, die ihnen eine haptische Anmutung und hohe Wertigkeit verleiht. Das Beige-Braun sorgt für ausgewogene und dezente Farbigkeit, die mit dem Gelbgrün der Umgebungsgestaltung harmoniert.

Die Klinkerfassade nimmt ausserdem Bezug zur gegenüberliegenden Bebauung und führt das Konzept der gefügten und kleinmaschigen Fassaden fort. «Die optische Verschmelzung mit der Umgebungsgestaltung wäre mit einer verputzten Aussenwärmedämmung nicht in diesem 
Mass gelungen», erklärt Patrick Strebel von Mächler & Töngi Architekten AG. 

Der Bauherrschaft war die Verwendung einer Glasfaserdämmung aus ökologischen Gründen wichtig. Die ausführende Ineichen AG führte die Formbeständigkeit als Argument für diesen Plattentyp an. Mit dem Kompaktfassadensystem MARMOtherm Ceramo von Saint-Gobain Weber profitieren Planende und Ausführende von verschiedenen Kompetenzen aus einer Hand. Hier vereint sich über Jahrzehnte gewachsenes Fassadenbau- mit Plattenleger-Knowhow. Als Dämmmaterial kam auch die MW-Eco 034 zum Einsatz, eine Glasfaserplatte mit einem deklarierten Lambda-Wert von 0.034 bis 0.035 W/mK. 

Sie übernimmt nicht nur Wärmedämm-, sondern auch Schallschutz sowie vorbeugende Brandschutzfunktionen (RF1). 

Fazit

Die Ausführung einer kompakten Klinkerfassade erfordert frühzeitige Absprachen zwischen Planenden und ausführenden Gewerken , einen durchdachten Schichtaufbau sowie viel handwerkliches Know-how bezüglich Feldbegrenzungsfugen, Eckausbildung usw. Ausserdem wird im Unterschied zu einer verputzten Aussenwärmedämmung durch die Armierungsschicht gedübelt, das der Konstruktion zusätzliche Stabilität verleiht. Saint-Gobain Weber verfügt über dieses Know-how und steht mit diesem Wissen gerne Architekten und Fassadenbauer zur Seite. 

Auf einen Blick

Objekt Lindenpark, Steinhausen
Baujahr 2024
Geschoss-Fassadenfläche4600 m2
Bauherrschaft Viktor Jans, Steinhausen
ArchitektMächler & Töngi Architekten AG, Rotkreuz
FassadenbauerIneichen AG, Baar
FassadensystemSaint-Gobain Weber AG, Dättwil
Verwendete Syteme / Produkte
  • MARMOtherm Ceramo
  • Mineralwolle MW-Eco 034 (60 – 240 mm)
  • MARMOPOR TERA White 032 (200/240 mm)
  • ISO-Combimörtel KK70
Fotos Saint-Gobain Weber AG / Beni Basler
AutorAndreas Stettler