MFH Mattenweg Nord (Solarweg), Luterbach

Für ihre drei Mehrfamilienhäuser in Luterbach (SO) hat die Bauherrschaft klare ökologische Ansprüche formuliert und sogar die passende Strassenbezeichnung bewilligt bekommen: Solarweg. 

Ausgangslage

Für ihre drei Mehrfamilienhäuser in Luterbach (SO) hat die Bauherrschaft klare ökologische Ansprüche formuliert und sogar die passende Strassenbezeichnung bewilligt bekommen: Solarweg. Die Gebäude erfüllen die Kennwerte von Minergie-P, werden von einer Grundwasserwärmepumpe und einer PV-Anlage auf dem Dach versorgt, und die Tiefgaragenplätze sind für Autoladestationen vorgesehen. Ins Auge sticht jedoch die ebenfalls energieerzeugende – ursprünglich als Holzfassade geplante – Gebäudehülle. Es sind Solarmodule, die in Kombination mit der vorgehängten hinterlüfteten Fassade das integrierende Gesamtsystem «MARMOtec BIPV» bilden. Für die Lieferantin Saint-Gobain Weber AG wie auch für die Architekten eine Premiere.

Ihre Nähe zur Bahnlinie hat die Gestaltung der Häuser mitgeprägt. Deren Nordseite verläuft parallel zu den Gleisen und ist mit eleganten Klinkerriemchen belegt. Hier befinden sich die Zugänge und Treppenhäuser. Die drei übrigen Seiten sind mit den Solarmodulen bekleidet. Trotz unterschiedlicher Materialien, Funktionen und Gewichte sind beide Beläge an der projektspezifisch bemessenen und ausgelegten Unterkonstruktion befestigt. 


Die Saint-Gobain Weber AG ist bis dato die einzige Anbieterin auf dem Schweizer Markt, die VAWD- mit VHF-Systemen am gleichen Gebäude miteinander kombiniert, als komplette Systemlösung aus einer Hand. 


Am Solarweg werden das neue MARMOtec BIPV und MARMOtec Ceramo Schulter an Schulter geplant und gebaut. Dabei ist vor allem die Detailerarbeitung für Anschlüsse und Materialübergänge entscheidende Stärken.
 

Umsetzung

Viel Nutzen bei viel Gestaltungsspielraum
In Kooperation mit der Schweizer Modulherstellerin Megasol Energie AG in Deitingen (SO) ist ein in sich geschlossenes System für vorgehängte hinterlüftete Solarfassaden entstanden. Megasol bietet Panels mit klar erkennbaren Solarzellen bis hin zu aufgedruckten individuellen Designs an. Variierende Farbintensitäten (Deckkraft) lassen die Zellstruktur unterschiedlich stark erkennen. 


Weitere Gestaltungsmöglichkeiten erhalten Architektinnen und Investoren dank verschiedener Glasstrukturen. Bei diesem Projekt hat man sich für eine leichtere Intensität entschieden, um die energetische Funktion der Gebäudehülle zu unterstreichen.

 

Fazit

Nur ein Ansprechpartner 
Weil derzeit wegen starker Nachfrage lange Lieferfristen gelten, sind Planung, Ausmass und Bestellprozess umso wichtiger. Während die Module bei Megasol in die Produktions-Pipeline  gehen, werden parallel bereits das Gebäude und damit die Fassadenunterkonstruktion erstellt. Diese muss also eine gewisse Toleranz und Justierbarkeit bieten, um die objektspezifisch und millimetergenau zugeschnittenen und unterschiedlich grossen Solarmodule aufnehmen zu können.


«Nach Evaluation verschiedener Anbieter haben uns die Produktvielfalt, Flexibilität und Projektbegleitung von Saint-Gobain Weber in Kooperation mit Megasol klar überzeugt», sagt Architekt Kurt Pohle. Weber liefert sämtliche Komponenten aus einer Hand, inklusive der Solarpanels. Nebst der produktbezogenen Systemerweiterung legt das Unternehmen viel Wert auf Beratung und Projektbegleitung. VHF-Fachspezialist:innen betreuen Kundinnen und Kunden von der Planungs- bis zur Ausführungsphase und stellen so sicher, dass eine attraktive und langlebige Fassade entsteht. 

Auf einen Blick

 
Objekt 3 MFH Mattenweg Nord (Solarweg), Luterbach SO
Baujahr 2023/2024
Fassadenfläche PV1000 m2
Fassadenfläche Klinker700 m2
Bauherrschaft Murasteig AG, Kreuzlingen
ArchitektRudolph Architekten AG, Zürich
FassadenbauerBaronello GmbH, Biel
Verwendete SystemeMARMOtec BIPV (PV-Fassade)
MARMOtec Ceramo
Fotos / VisualisierungenMartin Baur / Rudolph Architekten AG
AutorAndreas Stettler, Wangen b.O.