NATÜRLICH Sumpfkalk

Der MARMORAN MINERAL Sumpfkalk-Abrieb C420 ist 100% mineralisch und besitzt hervorragende Verarbeitungseigenschaften sowie einen höchsten Weissgrad.  Dies verdankt er einem wichtigen Inhaltsstoff – dem Sumpfkalk. Doch was ist und kann Sumpfkalk überhaupt?

Die Verwendung von Sumpfkalk als Baustoff bewährt sich schon seit vielen Jahrtausenden und beweist sich in der heutigen Zeit durch seine Langlebigkeit, Wirtschaftlichkeit und Bauökologie. Nachhaltigkeit ist und bleibt ein enorm wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Mehr denn je sollten wir darauf achten, ein Produkt zu wählen, welches unsere zur Verfügung stehenden Ressourcen sowohl bei dessen Gewinnung als auch Herstellung schont. Die Herstellung von Sumpfkalk ist einzigartig und unterliegt einem längeren Prozess, welcher sich aber für das daraus resultierende qualitativ hochwertige und langfristig einsetzbare Produkt absolut lohnt.

Ein seit Jahrhunderten bewährter Baustoff für rein mineralische und nachhaltige Bauweisen

Kalk ist in Millionen von Jahren als Ablagerung winziger Organismen gewachsen. Seit jeher arbeitet der Mensch mit Kalkstein und Kalk und nutzt diesen als natürlichen Baustoff in allen Bereichen des Bauens. Bereits aus dem dritten Jahrtausend vor Christus sind Kalköfen zur Herstellung von Brandkalk bekannt und auch die Römer wussten um die Vorteile von Kalk zur Fertigung ihrer Aquädukte. Sumpfkalk wird schon seit über 10 000 Jahren als Bindemittel für Putze eingesetzt, viele Gebäude würden ohne diesen wertvollen Baustoff gar nicht erst existieren. Sumpfkalk ist ein historisches Material mit modernen Eigenschaften und gilt heute neben Lehm wieder als Baustoff der Zukunft.

Der einzigartige Kreislauf des Sumpfkalks

Von der Gewinnung des Kalksteins bis zur Anwendung unterliegt der Sumpfkalk einem einzigartigen Kreislauf.

  1. Schritt 1

    Im ersten Schritt wird Kalkstein CaCo3 (Calciumcarbonat) gewonnen, welcher zu über 95 % aus den Urstoffen Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff besteht.

  2. Schritt 2

    Im zweiten Schritt wird der gebrochene Stein in einem so genannten Weichbrand in einem Kalkofen von 850 - 1.000°C gebrannt. Während des Brennens entweicht Kohlenstoffdioxid und lässt das Endprodukt Branntkalk entstehen.

  3. Schritt 3

    Da der Branntkalk nun sehr wasserbegierig ist, wird er mit reinem Wasser unter ständigem Rühren gelöscht bis eine so genannte Kalkmilch Ca(OH)2 entsteht.  Bei diesem Prozess dehnt sich der Kalk auf das Zwei- bis Dreifache aus und beginnt zu kochen.

  4. Schritt 4

    Diese nun gewonnene Kalkmilch wird in Lagerstätten gepumpt um dort zu reifen. Es entsteht Sumpfkalk. Sein Reifungsprozess verhält sich wie guter Wein, je länger er reift, desto höher wird seine Qualität. Die Lagerung kann je nach Anforderung von 3 Monaten bis zu 6 Jahren dauern. Durch diese Lagerung dickt der Kalk ein und wird feiner.

  5. Schritt 5

    Im nächsten Schritt können nun, je nach Verwendungszweck, dem Sumpfkalk verschiedene Zuschlagstoffe beigegeben werden oder man verwendet ihn pur als lasierenden Anstrich, bei dem lediglich reines Wasser beigegeben wird.

  6. Schritt 6

    Nachdem der Sumpfkalk auf der Baustelle verarbeitet wurde, nimmt er das zuvor beim Brennen entwichene Kohlenstoffdioxid CO2 wieder auf und härtet aus. Sumpfkalk ist daher ein so genannter Luftmörtel. Schließlich gelangen wir wieder zum Ausgangsmaterial Calciumcarbonat.

    Nachweislich ist Sumpfkalk daher durch diesen Kreislauf Klimaschonend, baubiologisch absolut wertvoll und bildet auch in weiterer Folge bei dessen Entsorgung keinerlei Belastung für unsere Umwelt.

Gewusst?

Seinen Ursprung hat der Name «Sumpfkalk» von seinem Herstellungsprozess. Nach dem Ablöschen des Brandkalks muss dieser zu gelöschtem Kalk «einsumpfen».

Das kann Sumpfkalk

Nicht grundlos verwendet man Sumpfkalk seit Jahrtausenden. Die zahlreichen Vorteile machen ihn zu einem Baustoff, welcher aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken ist.

Eigenschaften von Putzen und Mörteln aus Sumpfkalk:

  • Putze aus Sumpfkalk zeichnen sich durch ihre Geschmeidigkeit wie auch die leichte Verarbeitbarkeit aus und sorgen für ein spannungsfreies Mauerwerk.
  • Kalkanstriche sind atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend und geruchsneutral.
  • Der hohe pH-Wert von Sumpfkalk lässt Schimmel und Keimen keine Chance.
  • Baubiologisch unbedenklich: Kalkputze gewährleisten ein angenehmes Wohnklima und tragen so zur Gesundheit des Menschen und zum Erhalt der Bausubstanz bei.
  • Sumpfkalkputze sind wesentlich kostengünstiger in ihrer Erhaltung und Pflege, da die Wartungsintervalle von reinen Kalkanstrichen die Lebensdauer der Putzschichten wesentlich erhöhen.
  • Reine Sumpfkalkputze sind leicht zu ergänzen bzw. auszubessern.
  • Kalkanstriche laden sich statisch nicht auf und dadurch bleibt die Oberfläche wesentlich länger sauber.