Erweiterung Altersheim Unteres Aaretal, Döttingen AG

Bauherr Gemeindeverband Regionales Altersheim Unteres Aaretal
Architektur Haerle Hubacher Architekten BSA GmbH, Zürich
Bauleitung LUMO Architekten AG, Döttingen
Unternehmer  A. Meier AG, Würenlingen
Fliessestrich KBS, Kirchhofer-Boden-Systeme AG, Veltheim
Bildquelle http://haerlehubacher.ch/dottingen/, Saint-Gobain Weber AG

 

Ausgangslage

Das Altersheim aus den 80er-Jahren liegt im Dorfzentrum zwischen Hauptstrasse und Aare, die hier einen scharfen Bogen macht. Die bisher 64 Einzelzimmer, alle mit Aareblick, konnten die Nachfrage nach Wohn- und Pflegeangeboten nicht mehr decken. Ausserdem waren Sanierungsarbeiten im Altbau und die Reorganisation betrieblicher Abläufe notwendig. Die Cafeteria ist in den Neubau umgezogen, und ein öffentlich nutzbarer Mehrzweckraum in dessen Erdgeschoss ermöglicht unter anderem interne Weiterbildungen und grössere Veranstaltungen aller Art. Mit dem Anbau an das Z-förmige Bestandsgebäude und dessen punktueller Modernisierung wurde das Heim um 30 Pflegezimmer erweitert und kann die heutigen Anforderungen an solche Institution auf Jahre hinaus erfüllen.

Umsetzung

Der Neubau schliesst auf allen Geschossen direkt an den Altbau an, um eine durchgehende Raumabfolge entstehen zu lassen. Für die 3‘150 m2 Unterlagsboden auf den fünf Etagen des Anbaus wählte man auf Empfehlung von Christian Meier, Geschäftsleiter der A. Meier AG in Würenlingen, den leichttrocknenden Calciumsulfat-Fliessestrich KBS Eco-21. Bereits fünf Tage nach dem Einbringen, das nur zwei Tagesetappen benötigte, wurde die Bodenheizung in Betrieb genommen und von 25° C schrittweise auf 35 °C erhöht. Im Gegensatz zu anderen Estrichen konnte auf eine Erhöhung der Vorlauftemperatur bis auf 50 °C verzichtet werden. Der Minergie-ECO-zertifizierte Estrich ermöglichte also nicht nur einen zügigen Baufortschritt, sondern verursachte auch deutlich weniger Heizaufwand. Die Belegreife war trotzdem bereits nach rund drei Wochen gewährleistet.

Herausforderungen

Ein Altersheim stellt je nach Nutzungsbereich sehr unterschiedliche Anforderungen an die Materialisierung. So war z.B. in den Wohnzimmern eine geringere Festigkeitsklasse gefordert als in anderen Räumen. Dank KBS Eco-21 und dem einfachen Handling des Mix-Mobils konnte die entsprechende Estrichqualität jeweils mit wenigen Handgriffen der Maschinistin an der Estrichpumpe eingestellt und in der gleichen Etappe eingebaut werden.

Bildquelle : http://haerlehubacher.ch/dottingen/

Fazit

Innert weniger Jahre konnte sich KBS Eco-21 einen Namen als sehr gut trocknender Estrich machen, der besonders bei Terminbaustellen hohe Planungssicherheit bietet. Als leichttrocknender Estrich kann er wahlweise zeitoptimiert – also sehr schnell trocknend mit hoher Vorlauftemperatur – oder aber energieoptimiert mit deutlich tieferen Vorlauftemperaturen eingesetzt werden. KBS Eco-21 trocknet bei geeigneten klimatischen Bedingungen sogar ganz ohne Bodenheizung, d.h. nur mit Luftentfeuchtern und Ventilatoren innerhalb von ca. drei Wochen. Damit eignet sich KBS Eco-21 speziell im Holzbau, aber auch überall dort, wo Niedertemperaturheizungen installiert sind oder mit temporären Heizungsanlagen gearbeitet werden muss. Und Christian Meier ergänzt: „Das Produkt hat zudem alle bekannten Vorteile von Calciumsulfat-Fliessestrichen: keine Verformungen, geringere Einbaudicken, hohe Oberflächenebenheit, grosse Verlegeleistung.“

 

Auf einen Blick

Objekt  Altersheim Unteres Aaretal, Döttingen AG
Raumprogramm Anbau mit 30 Pflegezimmern, Schulungsräumen, Caféteria
Baujahr 2021
Geschossfläche ca. 4‘000 m2
Gebäudevolumen ca. 12‘500 m3
Investitionssumme (Anbau) ca. CHF 14.8 Mio.
Bauherrschaft Gemeindeverband Regionales Altersheim Unteres Aaretal
Architektur Haerle Hubacher Architekten BSA GmbH, Zürich
Bauleitung LUMO Architekten AG, Döttingen
Unternehmer A. Meier AG, Würenlingen
Fliessestrich KBS, Kirchhofer-Boden-Systeme AG, Veltheim
Produkte Calciumsulfat-Fliessestrich KBS Eco-21 (3‘150 m2)
Fotos St-Gobain Weber AG, Baden-Dättwi, http://haerlehubacher.ch/dottingen/
Autor Andreas Stettler